"one-woman musical" Halle /Saale,  Puschkinhaus 2016

Die leere Bühne des Puschkinhauses in Halle / Saale war unser einziger Ideengeber. Wir kannten die Bühne vorher nicht. Wie "Alice im Wunderland", begaben wir uns auf die Reise die Geschichten zu entdecken, die auf dieser vermeintlich leeren Bühne zu finden waren. In einem Zusammenspiel von Musik, Liedern und Szenen. Alles entstand im Moment und wird es so nie wieder geben. Ein flüchtiger Moment an der Liane der Phantasie des Raumes.

Vorhang auf. Sie stehen im dunklen Raum ...klopfendes Herz, Geräusche der Nacht ...Sie ist alleine und lauscht....Fetzen der Erinnerung, Melodie der Sehnsucht.....tippel tippen, klopf klopf. Sie ist die Chanteuse und singt Strophen eines vergessenen Gedichts ....Nebelschwaden, Wellen der Wehmut. ...Sie ist die namenlose Reisende und tanzt irgendwann durch die Gassen...taptap ... Rhythmus des Schicksals, sie zeigt auf den Mond in die Tiefen des Traums. Sie ist ein Mädchen mit roten Schuhen und einem Dreirad. Wehende Windböen, quietschende Reifen. 

Sie sieht die Augen und spielt die Szenen. Tränen des Clowns. Rauschen des Himmels. Schwester und Kind . Sie ist die Rabenmutter am Tresen. Sie ist Blanche am Bahnhof. Alles schwindet und kreist. Geschichten mit Musik und  ohne Drehbuch . Lied mit und ohne Text.

 

"Und in den Winkeln unseres Seins treiben noch viel andere ihr Wesen. Eine lärmende Bevölkerung haben wir in unserem Inneren ."                             Jean-Louis Barrault

 

Foto Lutz Jäckel